Die vorherigen Kapitel zeigen, dass verschiedene technische Trends das Handeln der Logistiker aktuell und mit Blick auf die Zukunft der letzten Meile beeinflussen. Einerseits werfen diese Trends grundsätzliche und generelle Fragen auf, denen sich Gesellschaft, Politik und Wirtschaft stellen müssen. Andererseits besteht die Not­wendigkeit, spezifische Fragen aufzuwerfen und zu beantworten, um daraus Grundlagen zu schaffen, damit bestimmte technische Innovationen auf der letzten Meile zum Erfolg werden können. In diesem Kapitel werden daher Aspekte der vorherigen Kapitel verdichtet und aufgezeigt, welche Fragen im Hinblick auf die nahe Zukunft zu behandeln sind.

Grundsätzlich wurde festgestellt, dass die Logistik der letzten Meile unter zunehmendem Kosten- und Zeitdruck steht. Beispielsweise sorgen demografische Effekte und Fahrermangel zu höheren Lohnkosten, die insbesondere die Versorgung ländlicher Räume kostenintensiv macht. Kleine und mittlere Städte „importieren“ bis 2030 die Ansprüche an leise und saubere Logistik der Metropolen, sind aber räumlich weniger verdichtet, sodass hier und in verkehrlich stark belasteten Teilen von Metropolen künftig die Brennpunkte mit dem höchsten Handlungsdruck liegen. Im Falle ökologisch belasteter Städte betrifft dieser Druck nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Kommunen.

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© Marco2811, Robert Kneschke, Tiberius Gracchus / Fotolia

Die Herausforderungen des demografischen Wandels als Chance für Innovation begreifen

Schlusswort

Die genaue Zukunft zu kennen, kann niemand für sich in Anspruch nehmen. Während also die hier systematisch abgeleiteten Prognosen und die damit verknüpften Empfehlungen mit gewisser Unsicherheit behaftet sind, ist aber eines sicher: Die Gesellschaft, die Arbeitskräfte bereitstellt, als Nachfrager auftritt und über den wirtschaftlichen Ordnungsrahmen entscheidet, erwartet von den Verkehren der letzten Meile als wesentlichem Bindeglied einer arbeitsteiligen Wirtschaft eine entsprechende Anpassungsfähigkeit. Dienstleister der letzten Meile sind insofern gut beraten, ihre Mitarbeiter und Organisationsstrukturen offen für Veränderungen zu machen und mit anwendungsorientierten Innovationen den Wandel in der Logistik mitzugestalten anstelle von ihm abgehängt zu werden.

Das komplette vierte Kapitel können Sie im pdf weiterlesen.