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ZF-Zukunftsstudie 2.0 in Brüssel vorgestellt

Vorstellung ZF-Zukunftsstudie

Dr. Dirk Lohre (Hochschule Heilbronn), Dr. Stefan Sommer (Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG) und Ivo Rauh (Mitglied des Vorstands der DEKRA SE) diskutierten mit Vertretern aus Verbänden, Politik und Automobilindustrie zu den Top-Themen der ZF Zukunftsstudie 2.0. Foto: Alexander Louvet

Vor etwa 60 Vertretern aus der Automobilindustrie, europäischen Verbänden, Presse und Politik haben ZF und seine Partner – der ETM Verlag und die DEKRA – die Neuauflage der ZF-Zukunftsstudie FERNFAHRER im Europäischen Presseclub in Brüssel vorgestellt.

Die vorliegende ZF-Zukunftsstudie beschreibt die Entwicklung der Fahrerproblematik im Straßengüterverkehr – und seine Auswirkungen auf die Wirtschaft in Deutschland. Prof. Dr. Dirk Lohre, wissenschaftlicher Leiter der Studie an der Hochschule Heilbronn, fasst zusammen, worauf es bei der Studie vor allem ankam:

Wir haben die Fragestellungen in der aktuellen ZF-Zukunftsstudie weiter ausdifferenziert, zum Beispiel wird sich der Fahrermangel wirklich so drastisch auswirken wie befürchtet? Welche Einsatzbereiche von deutschen Unternehmen sind besonders betroffen? Wie können wir den Fahrermangel schärfer fassen? Welche Handlungsempfehlungen können wir Unternehmen und Politik mit auf den Weg geben?

 

Ergebnisse – das Wichtigste in Kürze

Das Bild, das die Öffentlichkeit vom King of the Road hat, trifft längst nicht mehr zu. Die Anforderungen, die der Job an bestehendes Fahrpersonal stellt, möchte der Nachwuchs nicht mehr erfüllen. Denn die Generation Y ist auch in der Fahrerkabine angekommen. Je weiter die Entfernung von Wohnort und je länger die Fahrer von zu Hause weg sind, desto unzufriedener sind sie mit ihrem Job, und desto größer ist der Fahrermangel in entsprechenden Segmenten.

Vorstellung der ZF-Zukunftsstudie im europäischen Presseclub in Brüssel

Der internationale Fernverkehr ist davon ganz besonders betroffen. Deutsche Unternehmen werden statt im internationalen Fernverkehr in Zukunft in Spezial-, System- und Nahverkehren ihre Schwerpunke legen müssen, um weiterhin wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Prof. Dirk Lohre: „Arbeitgeber sollten deshalb dringend überdenken, wie sie aktive Berufskraftfahrer und potentiellen Nachwuchs ansprechen und neue Einsatzkonzepte planen“. Das Stichwort heißt „Industrialisierung“, das heißt berechenbarere Abläufe, transparente Prozesse und vorhersehbare Arbeitszeiten.

Fotos: Alexander Louvet

Susanne Scherbaum
Autor
Susanne Scherbaum

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