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To-do-Liste zur Zukunft

Das autonomisierte Fahren und eine verbesserte Telematik steigern die Transporteffizienz und die Verkehrssicherheit.

Das autonomisierte Fahren und eine verbesserte Telematik steigern die Transporteffizienz und die Verkehrssicherheit.

Seit zehn Jahren veranstaltet der ADAC Mittelrhein e.V. und der TÜV Rheinland alljährlich beim Truck Grand Prix am Nürburgring das Truck-Symposium, wo Experten aus Transportbranche und Fahrzeugherstellern nun schon traditionell einen Blick in die Zukunft des Güterverkehrs werfen. Aus den verschiedenen Vorträgen der heutigen Veranstaltungen lassen sich klare Anforderungen an die Politik, aber auch an die Transportbranche und die Fahrzeugentwickler ableiten.

So sei zunächst einmal mehr Rechtssicherheit für die Nutzung neuer Technologien zu schaffen. Dazu müsse auch das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr der UN schnell angepasst werden. Nur so können autonomes Fahren und die elektronische Deichsel in den Straßenverkehr eingeführt werden. Sie böten eine große Chance zur Effizienzverbesserung des Straßentransports, die angesichts des erwarteten Anstiegs beim Bedarf, dringend erforderlich erscheint. Laut der aktuellen Verkehrsprognose des Bundesverkehrsministeriums ist bis 2030 mit einer Steigerung des Transportaufkommens um 39 Prozent zu rechnen.

Sowohl das autonomisierte Fahren, aber auch eine weiter verbesserte Telematik steigern neben der Transporteffizienz auch die Verkehrssicherheit und die Attraktivität des Fahrerberufs durch erhöhten Komfort und Entlastung. Allerdings seien dafür gute Kommunikationsmöglichkeiten der Fahrzeuge untereinander, aber auch mit Teilen der Infrastruktur notwendig. Angesichts noch vielfach vorhandener Funklöcher, sei hier aber noch einiges zu tun, meinte Dr.-Ing. Klaus Manns, Vorsitzender des ADAC Mittelrhein e.V. in der anschließenden Pressekonferenz. So lautet eine weitere Empfehlung, bei allen Baumaßnahmen im Infrastrukturbereich die notwendige Kommunikationstechnologie einzuplanen.

Ein wichtiges Thema, das es schnellstmöglich zu regeln gilt, sei auch der Datenschutz. Schließlich erzeugten Assistenzsysteme und Kommunikationseinrichtungen zwischen Fahrzeugen und Infrastruktureinrichtungen jede Menge Daten. Für die Anwender sei es daher sehr wichtig zu wissen, was damit passiert. Nicht zuletzt, um auch einer breiten Akzeptanz den Weg zu ebnen.

Vor neuen Herausforderungen sehen sich damit auch die Institutionen, die sich um Fahrerausbildung und Fahrzeugprüfungen kümmern. Da geht es auf der einen Seite darum, die Funktion sicherheitsrelevanter Elektronik jederzeit verlässlich prüfen zu können, aber auch das Fahrpersonal fit für die Zukunft zu machen.

Die Entwicklung immer exakter zu steuernder Logistikprozesse lässt darauf schließen, dass der Lkw auch langfristig die Hauptlast des Güterverkehrs absolvieren wird. Um seine anderen Verkehrsträgern überlegene Innovationsgeschwindigkeit im Sinne umweltrelevanter Technologien voll auszuschöpfen, seien laut den Experten auch dringend erleichterte Zulassungen für neue und effizientere Fahrzeugkonzepte zu schaffen, etwa mit Blick auf die europäischen Regelungen zu Maßen und Gewichten von Lkw.

Grafik: ETMService

Autor
Andreas Techel

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