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Telematik für den Fuhrpark

Effizienz und WirtschaftlichkeitGetreu dem Motto „neues Jahr, neues Glück“ können auch Transportunternehmer zu Anfang des Jahres neue Ansätze für mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit in ihrem Fuhrpark angehen. Eine Möglichkeit dafür ist der Einsatz von Telematik in Fahrzeugen. Dabei gibt es für den jeweiligen Einsatzzweck auch unterschiedliche Lösungswege, die sich schnell rechnen, wie das Beispiel Gerhardt Transport aus Röthlein bei Schweinfurt zeigt. Wenn auch die Einführung von Telematik im Allgemeinen als teuer gilt, „hat sich die Lösung bereits gerechnet, allein aufgrund der eingesparten Pönalen“ berichtet Personalleiter Antonio Mendes, der zur Einführung zugleich der Fuhrparkverantwortliche war. Wo früher Strafzahlungen an den Kunden wegen angeblicher Verspätungen fällig wurden, kann der Logistiker nun nachweisen, dass der betroffene Lkw schon längst vor Ort ist und nur aufs Entladen wartet.

Telematik sorgt für bessere Auslastung der Fahrzeuge.

Unter den Telematik-Anbietern bot Navkonzept dem Unternehmen die beste Lösung und für den Einsatzzweck und „das beste Preis-Leistungsverhältnis“, sagt Mendes. Ein wichtiger Faktor – schließlich wurden vor rund einem Jahr alle rund 180 Lkw von Gerhardt Transport mit der Telematik ausgestattet. Für den Mischfuhrpark bestehend aus MAN, DAF und Mercedes, die im Nah- und Fernverkehr eingesetzt werden, werden mit dem Telematiksystem nun alle Infos zum Verbrauch, Brems- und Schaltverhalten und – mit entsprechenden Sensoren – auch der Reifendruck übertragen.

Nach einem Jahr im Einsatz kann Gerhardt Transport auch Einsparungen hinsichtlich Dieselverbrauch und Wartungskosten verzeichnen. „Noch viel entscheidender ist für uns allerdings, dass wir dank der Telematik auf jeden Fall effizienter unterwegs sind“, betont Mendes. Über das Online-Portal „Internet Ortung“ könne etwa bei einer Panne das Fahrzeug ermittelt und ein sich in der Nähe befindlicher Kollege dorthin disponiert werden. Dann kann zumindest ein Teil der Ladung den Kunden rechtzeitig erreichen. Auch für die Fahrer bringt die Telematik Vorteile: Die Disponenten haben einen viel besseren Überblick über die Lenk- und Ruhezeiten und rufen nicht in seiner Pause an. Im Portal selbst sind alle Fahrzeug und Kundendaten hinterlegt. Bei den Mitarbeitern auch die Führerscheindaten, ADR- oder die Module zum Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz. Dabei mahnt das System sogar in einem individuell festgelegten Zeitraum eine fällige Weiterbildung vorher an.

Wie beinahe bei jeder technischen Entwicklung üblich, sieht Mendes auch bei der Telematik Entwicklungspotenzial und benennt seine Verbesserungsvorschläge: Beim Umbau der Telematik aus einem ausgemusterten in ein neues Fahrzeug, sollte ein klarer Datenschnitt möglich sein. Die Eingabe des Altfahrzeugs ins System sei überflüssig. Auch sollte es möglich sein, die Fahrerkarte eines Probe-Mitarbeiters auch im Nachgang mit einem Transportvorgang zu verknüpfen. „Ansonsten möchte ich die Lösung aber nicht mehr missen.“

Autor
Jana Bronsch

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