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Starkes Miteinander

 

Die internationale Konkurrenz ist stark, der Wettbewerbsdruck ist enorm und jeder möchte erfolgreich sein. – Das gilt nicht nur für die allgemeine Situation in der Transportbranche, sondern war auch beim Europafinale des Fahrerwettbewerbs „Young European Truck Driver“ (YETD), das kürzlich im schwedischen Södertälje stattfand, spürbar. Junge Nachwuchsfahrer in der Altersklasse bis 35 Jahre zeigen seit dem ersten Wettbewerb im Jahr 2003 jedoch, dass Konkurrenzdruck und Fair Play problemlos miteinander vereinbar sind. Die angereisten Fans und die Teilnehmer begegnen einander auf Augenhöhe und jeder schätzt den respektvollen Umgang miteinander. Beim europäischen Finale ist das Fahnenmeer der Fans auf der Tribüne genauso bunt wie bei einer Fußball-Meisterschaft. In diesem Jahr haben 23.000 junge Fahrer aus 26 Ländern an dem Wettbewerb teilgenommen. Zunächst auf nationaler Ebene, um dann auf internationaler Ebene ihr Können zu zeigen. Zu den Wettbewerbsdisziplinen des YETD gehören nicht nur fahrerische Übungen, sondern auch sicherheitsrelevante Punkte wie das Feuerlöschen, Abfahrtskontrolle, Erste-Hilfe-Maßnahmen und Ladungssicherung.

Als die Verantwortlichen bei dem Lkw-Hersteller Scania 2003 den Wettbewerb ins Leben riefen, hätten sie sich den Bekanntheitsgrad und den Zuspruch, den der YETD findet, kaum besser vorstellen können. Denn der Fahrerwettbewerb wird nicht nur in Europa, sondern weltweit, wie beispielsweise in Brasilien oder China, ausgetragen. Im vergangenen Jahr nahmen weltweit mehr als 100.000 Fahrer teil. Die jeweils Bestplatzierten aus den nationalen Finalrunden treten im Weltfinale gegeneinander an und zeigen in der Theorie und in der Praxis, was ein Lkw-Fahrer so alles beherrschen muss. Als Siegerpreis hat die Traditionsmarke mit dem Greif, die seinerzeit mit dem Wettbewerb junge Fahrer für die Sicherheit im Straßenverkehr sensibilisieren wollte, einen neuen Scania-Lkw ausgelobt. Ein Preis, der nicht nur jungen Firmengründern einen besonderen Anreiz zur Teilnahme bietet.

Der Sportsgeist und der Gemeinschaftssinn, die dem Wettbewerb innewohnen, sind entscheidende Merkmale, die ihn sowohl bei den nationalen Vorentscheiden als auch auf internationaler Ebene so besonders machen. Diesen respektvollen Umgang miteinander – auch wenn der Druck enorm ist und jeder der erste sein will – könnte die Branche auch im Alltag gut gebrauchen. Genauso wichtig wie die Fans bei dem Wettbewerb ist die Unterstützung und Anerkennung, die die Fahrer im Alltag seitens der Öffentlichkeit, von den Spediteuren und Verladern bekommen sollten. Ein gutes Beispiel für diese Wertschätzung ist der YETD-Wettbewerb, der ein Zeichen dafür setzt, dass sich Solidarität und Anerkennung letztlich auszahlen.

Bild: fotolia / yang xiaofeng

Autor
Jana Bronsch

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