« | »

Null Verkehrstote ist keine Utopie mehr

30-vision-zero.psd -Amendo V -NDie Prüforganisation Dekra feiert in diesen Tagen ihr 90-jähriges Bestehen und hält umso mehr den Anspruch an sich selbst hoch, der globale Partner für eine sichere Welt zu sein. Zu den Sicherheitsbereichen, um die sich Dekra auch in Zukunft kümmern will, gehören der Arbeitsplatz, das Zuhause und der Verkehr. Das Ziel heißt hier Vision Zero, das null Verkehrstote und Schwerverletzte in Zukunft vorsieht. Dieses ambitionierte Ziel geht auf einen Beschluss zurück, der 2007 im Deutschen Verkehrssicherheitsrat formuliert wurde. Und tatsächlich stehen vier Städte in Europa beispielhaft dafür, dass sich die Bemühungen um die Sicherheit auf den Straßen, auszahlen: In Bad Homburg, Dormagen, Littlehampton (GB) und Hardenberg (NL) gab es zwischen 2009 und 2013 fünf Jahre hintereinander keinen einzigen Verkehrstoten. Bei der statistischen Erhebung wurden Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern in 18 europäischen Ländern, den USA und Japan betrachtet. Über 100 Städten sei es bereits gelungen, zumindest einmal eine Unfallbilanz ohne Verkehrstote vorzulegen. Bei den Kommunen waren es 808, davon 132 in Deutschland, wo ebenfalls keine Verkehrstoten zu beklagen sind.

Diese positive Entwicklung betrachtet Stefan Kölbl, Vorstandvorsitzender der Dekra, als Ansporn für weitere intensive Bemühungen zur Verbesserungen der Verkehrssicherheit. Denn im Verkehr, am Arbeitsplatz und Zuhause sterben jährlich immer noch weltweit etwa 4,5 Millionen Menschen – rund die Hälfte davon bei Unfällen an der Arbeitsstätte. Dekra sieht sich in allen diesen Lebensbereichen als aktiver Partner, Gefahren zu erkennen und zu vermeiden. Technische Überwachung zur Unfallprävention ist dabei einer der wichtigsten Ansatzpunkte. Denn 90 Prozent der Unfälle sind auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen, weshalb die Prüforganisation insbesondere Chancen im autonomen oder vernetzen Fahren sieht. Aber hier gibt es noch viele offene Fragen, die geklärt und gesetzliche Hürden, die genommen werden müssen. Auch die Prüfer selbst müssen noch Methoden zur Überwachung solcher Systeme etablieren.

Autor
Jana Bronsch

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *