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Kommunikation ist Trumpf

HERE_1_mix05_1024Miteinander interagierende Fahrzeuge, die über Datentransfer hochpräzise und aktuelle Echtzeitkarten generieren, werden vielleicht schon demnächst zu unserem normalen Straßenbild und Verkehrsgeschehen gehören. Die ersten Schritte einer Car-to-Car oder Car-to-X- Kommunikation gibt es bereits. Im nächsten Jahr will der Kartenanbieter „Here“ im Auftrag der finnischen Verkehrsämter Finnish Transport Agency (FTA) und Finnish Transport Safety Agency (Trafi) ein Pilotprojekt zur Echtzeitkommunikation zwischen Fahrzeugen starten.

Dabei sollen Fahrzeuge sich gegenseitig vor Gefahrensituationen, wie Glatteis, Unfällen, Staus oder auch Wildwechsel warnen. Nach Angaben von Here, sei das Projekt das erste, das der Intelligent Transportation System (IST) Richtlinie der EU entspricht. In erster Linie soll mithilfe des Projekts, ermittelt werden, wie gut die vorhandenen und aufkommenden Mobilfunknetze und die Location-Cloud-Technologien dazu geeignet sind, die Kommunikation sicherheitsrelevanter Informationen zu bewerten und zeit- und ortsaktuell zu übermitteln. Um dies zu ermöglichen sollen zunächst die Verkehrsteilnehmer freiwillig Meldungen über Gefahrensituationen erstellen und diese über das Mobilfunknetz übermitteln.

In der ersten Phase soll die technische Reife des Systems analysiert werden, bis dann im Herbst 2016 die zweite Phase beginnt, an der sich etwa 1.000 Autofahrer im Großraum Helsinki beteiligen sollen. Im späteren Projektverlauf soll die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen nicht mehr über die Fahrer, sondern direkt mittels Fahrzeugtechnologie und den zahlreichen bereits jetzt in vielen Fahrzeugen vorhandenen Sensoren, erfolgen. Die primären Herausforderungen sind dabei die möglichst exakte Verortung der Störung sowie deren aktuelle Übermittlung an die in der Nähe befindlichen Fahrzeuge.

Für die Verkehrsteilnehmer der Zukunft würde ein solches System eine Entlastung darstellen und auch die Verkehrsströme ließen sich anhand der gesammelten Daten optimal steuern. Stundenlange Staus auf der Autobahn und innerstädtischer Verkehrschaos zu Stoßzeiten könnte so weitestgehend der Vergangenheit angehören. Die sensorbasierten Daten verschiedener Fahrzeuge würden somit der Gefahrenauswertung dienen, sodass nachfolgender Verkehr entweder umgeleitet oder der Situation entsprechend informiert und angeleitet werden könnte.

Foto: Here

Autor
Jana Bronsch

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