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Hilfe für Unterwegs

Hilfe für Unterwegs

Zahnschmerzen oder andere körperlichen Beschwerden sind nie willkommen. Noch problematischer wird es, wenn man fern der Heimat mit einem 40-Tonner unterwegs ist und Hilfe nötig hat. Der Lösung dieses Problems widmet sich seit über acht Jahren die Initiative Doc Stop. Sie setzt sich für die medizinische Versorgung von Berufskraftfahrern ein, hat mittlerweile in Deutschland ein flächendeckendes Netz etabliert und baut dieses weiter aus. Mehr als 700 Mediziner beteiligen sich an diesem Projekt. Fahrer, die unterwegs medizinische Hilfe benötigen, können sich an die Doc Stop-Hotline wenden und werden zum nächstgelegenen Arzt oder zu einer Klinik gelotst. Die jeweiligen medizinischen Anlaufpunkte verfügen über entsprechende Parkmöglichkeiten, sodass der Fahrer diese direkt anfahren kann. Die Fahrer werden dann ohne lange Wartezeiten behandelt, sind anschließend wieder arbeitsfähig und können ihre Fahrt fortsetzen.

Für Initiator Rainer Bernickel zeigt die mittlerweile große Zahl der Unterstützer und Partner aus dem Gewerbebereich, dass auch die Branche die Notwendigkeit der medizinischen Unterwegsversorgung erkannt hat. Schließlich verbessert diese nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern ist auch ein Beitrag zur allgemeinen Verkehrssicherheit. Doc Stop Vorsitzender und Spediteur Joachim Fehrenkötter und Rainer Bernickel, die das Führungsteam der Initiative bilden, streben nicht nur den Ausbau der ärztlichen Unterwegsversorgung in Deutschland an, sondern arbeiten an einem flächendeckenden europaweiten Netzwerk. Im vergangenen Jahr hat die Initiative mit der Gründung der ebenfalls ehrenamtlich tätigen Auslandsorganisationen in Österreich und Polen einen wichtigen Schritt in diese Richtung getan. Weitere Länder sollen folgen und so steht das Team mit Partnern in den Niederlanden, Tschechien, Ungarn und Frankreich im Gespräch, um Hilfestellung bei der Gründung eines Doc Stop Vereins zu leisten.

In Deutschland nutzen mittlerweile rund 400 Fahrer im Monat die Doc Stop-Hotline und der Bekanntheitsgrad dieser mobilen Hilfe nimmt stetig zu. Auch Speditionen, wie zuletzt die Nagel-Group, Reinert Logictics und der Fuhrparkbetreiber Hoyer sind Partner der Initiative. Neben dem Ausbau der medizinischen Versorgung und der Suche nach weiteren Kooperationspartnern sollen Hinweisschilder den Fahrern anzeigen, an welchen Raststätten oder Autohöfen sie einen Arzt in der Nähe finden, um wieder schmerzfrei und gefahrlos weiterfahren zu können.

Bild: ETM

Autor
Jana Bronsch

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