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Digitalisierung als Chance

Digitalisierung

Intelligente Vernetzung von bereits existierenden Fahrzeugkomponenten, wie Fahrwerk-, Antriebs- und Fahrassistenzsystemen, die in autonom fahrenden Fahrzeugen resultiert, ist längst keine Einzelerscheinung. Nach der Vorstellung des Smart Parking Assist von ZF auf der diesjährigen Pkw-IAA, präsentierte diese Woche auch der Elektroauto-Hersteller Tesla seine Autopilot Technik. Der Clou: diese kann per Software-Update in bereits zugelassenen Fahrzeugen nachgerüstet werden. Und was im Pkw geht, sollte doch auch beim Lkw möglich sein.

Digitalisierung und digitale Vernetzung ist unbestritten auf dem Vormarsch – auch in der Logistik. Wer das Datenmanagement in seinem Unternehmen beherrscht und in die Digitalisierung investiert, kann der erhöhten Komplexität der Prozesse und auch der Vielfalt der Kundenwünsche Rechnung tragen. Doch nicht nur die unternehmensinternen Prozesse und Kommunikationsstrukturen unterliegen diesem Wandel. Vernetzung heißt auch, mit externen Partnern zu interagieren. Sowohl für Logistiker als auch für Spediteure entstehen dank Automatisierung entlang der gesamten Transport- und Lieferkette auch Chancen, kosteneffizienter zu wirtschaften.

Um kleine und mittelständische Unternehmen im harten Wettbewerb zu unterstützen, hat das Bundeswirtschaftsministerium im September im Rahmen der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ Kompetenzzentren und Agenturen gegründet. Dort erhalten sie Informationen und praxisnahe Hilfestellung in den Bereichen wie Digitalisierung, Cloud-Computing, Handel und Prozesse um das Potenzial der Geschäftsmöglichkeiten voll ausschöpfen zu können. Durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologie-Anwendungen können dann beispielsweise Auftragsbearbeitung und Abrechnungsverfahren vollkommen digital und somit schneller erfolgen. Prozessverschlankung lautet die Devise. Dazu gehört beispielsweise die papierlose Dokumentation oder auch softwaregestützte Überwachung von temperaturgeführten Transporten, die per Alarmmanagement funktionieren und deshalb lediglich die Überprüfung der von den Standards abweichenden Werten erfordern. Zur digitalen Umstellung eines Unternehmens gehört aber auch die Einbeziehung der Kunden oder externer Dienstleister. Wenn die Kommunikation zwischen den Geschäftspartnern stimmt, können alle „die gleiche Sprache sprechen“ und Vorteile für sich ziehen. Die Logistik 4.0 bietet die Chance, beispielsweise die Wartezeiten an der Rampe zu reduzieren, weil Spediteur und Verlader die möglichen Zeitfenster für Abholung oder Anlieferung optimal aufeinander abstimmen können. Die Grundvoraussetzung dafür ist allerdings nach wie vor analog: Das Gespräch und das gegenseitige Verständnis zwischen zwei Geschäftspartnern.

Bild: Fotolia / Nmedia

Autor
Jana Bronsch

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