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Dänemark im Kampf gegen Kabotageverstöße

Dänemark im Kampf gegen Kabotageverstöße

Höhere Geldstrafen, mehr Kontrollen durch die Polizei und eine verstärkte Überwachung der Lenk- und Ruhezeiten sind den Dänen im Kampf gegen die Verstöße gegen die Kabotageregelungen nicht genug. Seit vergangenem Jahr werden mit Hilfe von Kameras, installiert an entscheidenden Verkehrspunkten, illegale Praktiken weiter eingedämmt und die Kontrollmöglichkeiten verbessert. Die Kameras fotografieren die Lkw-Kennzeichen bei Ein- und Ausreise nach Dänemark. Dadurch wird eine Auswertung der Aufenthaltsdauer in Dänemark ermöglicht. Dass das System, das sich noch in der Versuchsphase befindet, funktioniert, habe die dänische Verkehrsbehörde Trafikstyrelsen festgestellt. Demnächst soll die Kameraüberwachung deshalb zur Regel werden, denn dänische Transportunternehmen leiden unter den illegalen Praktiken von ausländischen Operateuren, die sich nicht an den in Dänemark geltenden Mindestlohn halten. Seit 2012 verfolgt Dänemark eine immer restriktivere Politik gegen Lohndumping. Der dänische Transportverband DTL gibt an, dass seit 2009 etwa 7.000 Arbeitsplätze allein in Dänemark auf Grund von unterschiedlichen Regelungen innerhalb der EU und entsprechender Verlagerung der Arbeit von West- nach Osteuropa verloren gingen. Es müsse vielmehr einheitliche Regelungen geben, die für alle Spediteure in allen Ländern verständlich wären und die auch konsequent und flächendeckend kontrolliert werden könnten.

Dänemark hat seit 2012 die Höhe der Strafen für Verstöße gegen die Kabotageregeln von damals 4.000 Kronen auf nun 35.000 Kronen – etwa 4.700 Euro – erhöht. Und auch das jährliche Polizeietat wurde um rund eine Million auf insgesamt rund 2,3 Millionen Euro erhöht. Die dänische Polizei hat die Vorgabe jährlich mindestens 4.500 ausländische Fahrzeuge zu kontrollieren. Mithilfe von Kameraeinsatz könnte diese Vorgabe umso effektiver erfüllt werden.

Bild: ETM Archiv

 

Autor
Jana Bronsch
Kommentare: ( 1 )
  1. Richtig so! Endlich mal ein Land des auf die momentane Situation reagiert. In Deutschland wäre so etwas auch zwingend notwendig. Das wird aber nie passieren, da einfach zu viele davon profitieren.

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