« | »

Best Practice integrierte Logistik: DB Schenker Logistics

KV_Schenker

OEMs kämpfen in den Märkten in Asien und Südamerika um die besten Plätze, während die Absatz-Lage in Europa zunehmend stagniert. Folge: Die Kontraktlogistiknachfrage in der Branche steigt. Damit sind langfristige und arbeitsteilige Kooperationen zwischen Herstellern und Transporteuren mit großen Geschäftsvolumen gemeint. Die Dienstleister wagen sich an neue Standorte, um weiterhin an der Wertschöpfungskette der OEMs beteiligt zu sein. Denn für die ist es wichtig, auch an entfernten Produktionsstätten Dienstleistungen auf europäischem Niveau zu erhalten.

Dr. Thomas Böger

Dr. Thomas Böger, Vorstandsmitglied der Schenker Deutschland AG für das Ressort Kontraktlogistik/SCM

DB Schenker ist so ein international aufgestellter Logistikdienstleister. Dr. Thomas Böger, Vorstand Kontraktlogistik/SCM Regional Europe Central bei der Schenker Deutschland AG, spricht auf der Veranstaltung „Perspektiven der Automobillogistik“ der VerkehrsRundschau die Themen an, an denen kein ambitionierter Logistikdienstleister mehr vorbeikommt:

1. Globalisierung & Komplexität

2. Volatilität & Flexibilisierung

3. Ökologie & Ökonomie

Was verbirgt sich konkret hinter diesen Herausforderungen – und welche Lösungswege schlagen Unternehmen ein? Unsere Auswahl am Beispiel von DB Schenker:

 

1. Globalisierung: Grenzen zwischen Kontinenten schwinden

Die Herausforderung:

Transportwege und -volumina steigen. Menschen arbeiten länderübergreifend zusammen, ohne einheitliche gesetzliche Rahmenbedingungen oder Logistik-Standards. Das macht u. a. die Logistikplanung aufwändiger.

Die Lösung:

DB Schenker Hub Salzburg

DB Schenker Hub Salzburg

DB Schenker setzt für seine Kunden jährlich eine sehr hohe Zahl an Materialbewegungen um. Die Weiterentwicklung von Dienstleistungen und Prozessen ist bei einem solchen Geschäftsumfang international besonders wichtig, zum Beispiel um Platz in Lagerflächen zu sparen und Transportfahrzeuge effizienter zu beladen. Länder- und trägerübergreifend müssen Unternehmen neue Transportwege erschließen, den (Fracht-)Raum für Güter effizienter nutzen. Anbieter werden dabei immer stärker in die Wertschöpfungskette ihrer Kunden eingebunden. Von der Angebotsabgabe bis zur Umsetzung fragen diese nach normierten Prozessen.

2. Volatilität: Kunden den Eintritt in sich entwickelnde Märkte erleichtern

Die Herausforderung:

In und zwischen Märkten werden Mengenschwankungen zur Norm. Bei ungenauen Mengenprognosen können Logistiker eine stabile Planung und Preispolitik aber nicht mehr gewährleisten. Das treibt Kosten in die Höhe.

Die Lösung:

Ein möglicher Ansatz sind Logistikzentren, die von mehreren Kunden gemeinsam genutzt werden können. Sie machen die internationale Organisation von Transporten flexibler.

Stephan Hald, Leiter der Geschäftsstelle Ilsfeld (Landverkehr/Logistik) bei DB Schenker:

Die Bündelung der Logistik-Aktivitäten an einem einzigen Standort beschleunigt unsere internen Abläufe und führt zu mehr Effizienz durch die stärkere Nutzung von Synergien.

Solche „Shared Logistics Centers“ entstehen immer mehr in der Nähe von den DrehscheibenA des Güterverkehrs und in Wachstumsregionen. Sie bieten große Logistikflächen und können, wenn gut ausgerüstet, verschiedene Verkehrsträger bedienen und parallel verschiedene Wertschöpfungstätigkeiten kombinieren. Gerade der Straßengüterverkehr federt dabei Mengenschwankungen nach oben ab.

3. Umwelt: Ökologische Transportlösungen glänzen

Die Herausforderung:

DB Schenker Logistikzentrum

DB Schenker Logistikzentrum in Portugal

Transporteure sind längst Teil der CO2 Bilanz der Hersteller. Ihre Nachhaltigkeitsstrategien fordern auch die Dienstleister auf, „grüner“ zu werden. Das betrifft vor allem die Verkehrswege, Auslastungsgrade und auch die Verkehrsträger selbst.

Die Lösung:

Dienstleister müssen sich also in Zukunft nicht mehr nur ökonomischen, sondern auch ökologischen Fragen stellen. Wenn sie ihre Kosten-Nutzen-Rechnungen aufstellen, sollten sie also auch an „Öko-Audits“ denken und darin die ökologische Bewertung und Datenerfassung von Transport- und Logistikprozessen beachten. Positiv wirken sich da Investitionen in Klimaschutzprojekte aus, Elektrofahrzeuge im Nahverkehr oder sogenannte „Eco-Warehouses“ – nachhaltig gebaute Lagerhäuser.

DB Schenker Kontraktlogistik

 

Susanne Scherbaum
Autor
Susanne Scherbaum

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *