Ausgangslage und Bedarfsentwicklung

In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der Dienstleistungen und soziale Kontakte vielfach via Touchscreen ablaufen, verändern sich auch Wertvorstellungen und Kompetenzen – entscheidende Kriterien für die Suche nach Fachkräften im Güterverkehr.

Der Bedarf an jungen Berufseinsteigern wird zur Zeit nicht einmal annähernd gedeckt.

Ausgangslage

Foto: Volker Hammermeister

Foto: Volker Hammermeister

Den in der jüngsten Vergangenheit zu beklagenden Marktanteilsverlusten der deutschen Frachtführer stehen kurz- und mittelfristige Prognosen gegenüber, die wieder eine stabile Expansion des Straßengüterverkehrs in Deutschland voraussagen. Ähnlich sehen auch die Wachstumseinschätzungen der in der vorliegenden Studie befragten Experten aus. Gleichzeitig sehen viele Experten aber im Fahrermangel ein Wachstumsrisiko.

Die beschleunigte Grundqualifikation nach BKrFQG (der sog. „zweite Weg“) hat daran bisher nichts geändert, zumal auch nach der Grundqualifikation ein Verbleib der Fahrer im Beruf nicht gesichert ist. Insofern sind die Erfolgsaussichten für eine mittelfristige Bedarfsdeckung allein auf Basis des „zweiten Wegs“ relativ skeptisch zu beurteilen. Daher fokussiert die vorliegende Studie den „ersten Weg“ der Bedarfsdeckung, nämlich die duale Ausbildung zum Berufskraftfahrer. Gerade vor dem Hintergrund der insgesamt recht geringen Zahl an Ausbildungsverhältnissen muss dieser „erste Weg“ einer intensiven Bestandsaufnahme unterzogen werden. Daraus lassen sich dann Strategien für die Nachwuchsgewinnung ableiten. Dies ist umso notwendiger, als momentan eine hohe Vertragslösungsquote die Nachwuchssicherung zusätzlich gefährdet.

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Kommentare: ( 1 )
  1. Wahrscheinlich sind es die schlechten Arbeitsbedingungen sowie das Gesellschaftliche Ansehen dieses Berufes !

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