Lkw

Kandidat mit Zukunftspotenzial

Gerade erst hat Tesla im Masterplan Part Deux die Entwicklung eines Elektro-Lkw angekündigt, da präsentiert Daimler einen Lastwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse von 26 Tonnen, der den Nutzfahrzeughersteller auch in der schweren Gewichtsklasse in die elektrische Moderne katapultieren soll. Die Weltpremiere des Mercedes-Benz Urban eTruck wird zwar erst auf der IAA im September stattfinden. Die Presse durfte aber Ende Juli in Stuttgart schon mal einen Blick auf den Prototypen werfen.

Autonomer Lkw zum Nachrüsten

Ein autonomer Lkw ist eigentlich auch nur ein klassischer Lkw. Bloß übernimmt dort nicht der Fahrer das Kommando, sondern ein Computer, der seine Informationen über das Geschehen auf der Straße von Kameras und Sensoren bezieht. Anders ausgedrückt: Ließe sich ein klassischer Lkw mit einer Hightech-Sehhilfe aufrüsten, wäre das Resultat im Prinzip ein autonomer Lastwagen.

Think big

Nikola Motor Company (NMC) – ein neuer Player auf dem Fahrzeugbauer-Feld hat vor kurzem den Nikola One, einen Sattelschlepper mit Sechsrad-Hybridantrieb vorgestellt. Modell- und auch der Firmenname, sind sicher kein Zufall, sondern vermutlich eine wohlkalkulierte Anlehnung an den Erfinder und Elektroingenieur Nikola Tesla. Und die Werte des Newcomers, der auf den US-amerikanischen Markt  ausgerichtet ist, lassen sich sehen.

Vorbild USA?

Nicht nur beim Pkw-Abgasskandal treiben US-Umweltorganisationen die europäische Fahrzeugindustrie vor sich her, auch bei den Lastwagen gibt es mahnende Worte aus Übersee. So behauptet das International Council on Clean Transportation (ICCT), dass auf dem europäischen Kontinent die Verbräuche schwerer Lkw in den letzten Jahrzehnten so gut wie nicht gesunken seien.

Autonom auf der A8

Am Freitag den 2. Oktober rollte erstmals ein autonom fahrender Lastzug im ganz normalen Verkehr einer deutschen Autobahn mit. Mercedes-Benz bekam dafür von der baden-württembergischen Landesregierung im wahrsten Sinne des Wortes „grünes Licht“ und Ministerpräsident Winfried Kretschmann nahm während der Jungfernfahrt sogar auf dem Beifahrersitz platz. Am Steuer saß Daimler Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard, der sich sichtlich über diesen Meilenstein freute.
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