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Die letzte Meile

Im Spannungsfeld von E-Commerce, Fahrzeugtechnik und Konnektivität, von Kundenanforderungen und unterschiedlichen Rahmenbedingungen in urbanen und ländlichen Räumen verändert sich die letzte Meile stark. Die ZF-Zukunftsstudie 2016 „Die letzte Meile“ analysiert diese Veränderungen, entwirft Prognosen für die nächsten 15 Jahre, liefert Empfehlungen für eine zukunftsorientierte, nachhaltige Logistik und zeigt Chancen und Herausforderungen wichtiger technologischer Trends auf. Das Fraunhofer IML arbeitet stets eng mit Unternehmen aller Branchen, nicht ausschließlich aus der Logistik, zusammen und verfügt über Kontakte zu Verbänden, Politik sowie zu anderen Instituten aus dem Fraunhofer-Verbund sowie darüber hinaus. Der Zugriff auf dieses Netzwerk

Management Summary

Die ZF-Zukunftsstudie 2016 „Die letzte Meile“ analysiert auf Grundlage von Fachpublikationen und Ergebnissen von Experteninterviews Trends, die in naher Zukunft auf die letzte Meile wirken. In der Studie wird dabei zwischen ländlichem Raum, kleinen/mittelgroßen Städten und Metropolen unterschieden. Drei Thesen bilden die Grundlage für den strukturellen Aufbau der Studie: Der Endkunde ist Zielpunkt aller Aktivitäten auf der letzten Meile. Seine Wünsche und Vorgaben beeinflussen, entweder mittelbar oder unmittelbar, die Ausgestaltung der letzten Meile (These 1). Die Umgebung (wie Infrastrukturen, Bebauung und Verkehrsaufkommen) gibt den Rahmen für die Gestaltungsmöglichkeiten der letzten Meile vor. Die

Anforderungen der Endkunden

Logistik ist für sich kein Selbstzweck, sondern dient dazu, die Bereitstellung von Gütern und Informationen zu ermöglichen. Letztendlich gibt der Endkunde einer Ware indirekt vor, wie Logistikketten, die ihn beliefern, gestaltet sein können. Der Endkunde, sei es ein Unternehmen oder eine Privatperson, ist also immer Zweck und Zielpunkt der letzten Meile. Aus diesem Grund nimmt die ZF-Zukunftsstudie hier ihren Ausgang, nämlich bei den Anforderungen und Bedürfnissen des Endkunden. „Den Endkunden“ gibt es natürlich nicht. Die ZF-Zukunftsstudie nimmt daher stets verschiedene Perspektiven ein, um so die Standpunkte, Erwartungen und Eigenschaften möglicher Endkunden abbilden zu

Rahmenbedingungen

Die Stadt ist der Ort, an dem die analogen Auswirkungen des digitalen Handel(n)s stattfinden. Kerstin Groß, Leiterin Geschäftsbereich, Industrie, Energie, Verkehr, Umwelt, IHK Mittleres Ruhrgebiet Die letzte Meile befindet sich weder im luftleeren Raum noch auf dem Reißbrett des Logistikplaners, sondern in physisch mitunter sehr heterogenen Umgebungen, in denen sich die Zielpunkte der Belieferung, die Adressaten und Warenempfänger, befinden. Wird zwischen privaten und gewerblichen Empfängern unterschieden, ist deutlich zu erkennen, dass selbst in vermeintlich vergleichsweise homogenen Gegenden die Bedingungen einer Anlieferung deutlich unterschiedlich sein können. So kann in der Regel eine Großzahl gewerblicher

Technische Trends

Die vorherigen Kapitel beschreiben Trends, die für die Logistik der letzten Meile in zweierlei Weise von Bedeutung sind. Erstens beeinflusst der zu beliefernde Endkunde bzw. Empfänger von Waren maßgeblich die Zielrichtung der Gestaltung der Verkehre auf der letzten Meile, und zweitens verändern verschiedene Entwicklungen die Rahmenbedingungen und damit die Möglichkeiten zur Gestaltung der Verkehre auf der letzten Meile. Es liegt nun an Logistikunternehmen, die Ansprüche der Warenempfänger möglichst gut zu erfüllen und zugleich die veränderten Rahmenbedingungen einzuhalten. Transportdrohnen bergen das Potential als zukünftiges Werkzeug für die letzte Meile in dünn besiedelten Regionen. Die

Herausforderungen

Die vorherigen Kapitel zeigen, dass verschiedene technische Trends das Handeln der Logistiker aktuell und mit Blick auf die Zukunft der letzten Meile beeinflussen. Einerseits werfen diese Trends grundsätzliche und generelle Fragen auf, denen sich Gesellschaft, Politik und Wirtschaft stellen müssen. Andererseits besteht die Not­wendigkeit, spezifische Fragen aufzuwerfen und zu beantworten, um daraus Grundlagen zu schaffen, damit bestimmte technische Innovationen auf der letzten Meile zum Erfolg werden können. In diesem Kapitel werden daher Aspekte der vorherigen Kapitel verdichtet und aufgezeigt, welche Fragen im Hinblick auf die nahe Zukunft zu behandeln sind. Grundsätzlich wurde festgestellt,

Partner

Initiatoren ZF Friedrichshafen AG ZF ist ein weltweit führender Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik sowie der aktiven und passiven Sicherheitstechnik. Das Unternehmen, das am 15. Mai 2015 TRW Automotive übernommen und als Division Aktive & Passive Sicherheitstechnik in den Konzern eingegliedert hat, ist mit rund 135.000 Mitarbeitern an rund 230 Standorten in rund 40 Ländern vertreten. Im Jahr 2015 hat ZF einen Umsatz von 29,2 Milliarden Euro erzielt. Um auch künftig mit innovativen Produkten erfolgreich zu sein, wendet ZF jährlich rund fünf Prozent des Umsatzes (2015: 1,4 Milliarden Euro) für Forschung und